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Sniff test: Unerlaubte statistische Manipulation
Nach langem Hinundher habe ich mich entschlossen mich selbst beim Unispital Basel anzumelden – ich habe keine Überweisung bekommen. Dies also mein Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen. Ich habe also endlich eine Audienz bei Frau Lüssen am Unispital Basel bekommen. Sie untersucht Störungen des Geruchsinns.
Nachdem ich in der Wartezone zuerst vergessen wurde und erst nach mehrmaligem Nachfragen jemand auf die Idee kam, mal im Zeitplan nachzugucken wurde ich von zwei unfreundlichen älteren Damen abgeholt, die mich zum Sniff test brachten, 2 Türen weiter – sehr ökonomisch. Beide hatten das Gefühl, dass ich etwas an den Ohren haben musste. Sie sprachen ziemlich laut mit mir und sehr deutlich. Ich versicherte ihnen, wie schon der Anmeldung, dass ich problemlos höre und Deutsch relativ gut verstehe.
Der Sniff test bestand aus der Bestimmung der Wahrnehmngsschwelle mittels (vermutlich) n-Butanol, dem distinktiven Teil (3 Gerüche, 2 gleich, einer anders) und dem spezifischen Teil (Erkennen von bekannten Gerüchen). Insgesamt etwa 60 lustige “Filzstifte” getränkt mit Gerüchen jeglicher Art.
Die unfreundliche Assistentin sagte mir, ich solle immer nur mit Zahlen antworten. Wenn ich irgendwo nicht sicher sei, solle ich einfach raten.
Sie: “Welcher Geruch passt nicht in die Triade?”
Ich: “Stift Eins”
Ich sagte immer “Stift Eins” wenn ich nicht sicher war. Irgendwann hat sie mich unfreundlich angemuckt und gesagt ich dürfe nicht immer die “Stift Eins” sagen, wenn ich nicht sicher sei, das störe ihre Statistik.
Von da an sagte ich provokativ halt nur noch “Stift Zwei”, was die Gute ziemlich in Rage versetzte.
Ich wundere mich schon sehr über das Statistikverständnis am Unispital Basel.
Bestätigt wiedermal: Ich kann mit Baslerinnen einfach gar nichts anfangen.
Kakosmia cerephalloosis
Der Terminus „Qualitative Riechstörungen“ reflektiert die qualitativ veränderte Wahrnehmung von Geruchseindrücken. Häufig, wenn auch nicht notwendigerweise, ist damit eine quantitative Störung assoziiert.
Eine Parosmie/Kakosmie beschreibt die verzerrte Wahrnehmung von Gerüchen in Gegenwart einer Reizquelle. Oder anders ausgedrückt: Parosmien werden durch Gerüche ausgelöst. Insbesondere im Anschluß an Infektionen oder auch posttraumatisch kommt es häufig zum Auftreten von Parosmien. Typischerweise werden dabei die meisten Düfte als unangenehme Gerüche wahrgenommen oder umgekehrt. Beispielsweise riecht der vertraute Kaffeeduft nach Jauche. Hingegen riecht weiblicher Fussschweiss betörend angenehm erotisierend. Eine genaue Erklärung für diese zur Anosmie führenden molekularen Veränderungen gibt es derzeit nicht, auch der Ort der Entstehung von Parosmien (Bulbus olfactorius vs. zentrale olfaktorische Strukturen) ist unklar. Klinisch bedeutsam ist, daß die meisten Parosmien über einen Zeitraum von Monaten schwächer werden und bei 50% der Patienten nach 2 Jahren ganz verschwinden.
Eine Phantosmie beschreibt die Wahrnehmung von Gerüchen in Abwesenheit einer Reizquelle. Phantosmien treten am häufigsten nach Trauma oder Infektion auf. In der Regel werden unangenehme Gerüche wahrgenommen. Streßbezogene Phantosmien wurden berichtet (Kaufman et al., 1988) . Ähnlich wie bei der Parosmie sind sowohl die molekularen Veränderungen als auch der Entstehungsort der Phantosmie ungeklärt. Wie auch Parosmien bilden sich Phantosmien über Jahre hinweg zurück.

Riechtest