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Nörgelei und Meckern ist Beziehungskitt
Besser leben mit Meckern
Nörgeln ist Liebe
Es ist wohl ein Naturgesetz: Je länger man zusammenlebt, umso mehr Macken entdeckt man an seinem Partner – sei es die ewig offene Zahnpastatube oder das notorische Klobrillen-Problem.
Doch was für die einen ein Trennungsgrund ist, kittet bei den anderen die Beziehung – das legen zumindest Forschungsergebnisse des Instituts für Sozialforschung an der Universität Michigan nahe.
“Liebling, Du nervst” – “Danke!”
Die Wissenschaftler befragten in einer Langzeituntersuchung 800 Menschen zu ihren Lebenspartnern, Kindern und Freunden. Das Ergebnis: Je älter Menschen werden, desto toleranter werden sie gegenüber der Umwelt – außer zu ihren Lebenspartnern. Diese sehen sie im immer schlechteren Licht. Insbesondere die Aussagen “Mein Partner geht mir auf die Nerven” und “Mein Partner verlangt zuviel von mir” werden bei älteren Paaren besonders oft bejaht – und doch halten ausgerechnet diese besonders gut zusammen.
Ein böses Wort zur rechten Zeit…
Kira Birditt, Leiterin der Studie, erklärt sich das so: “Je älter man wird und je mehr man sich aneinander gewöhnt, umso besser sind wir in der Lage, uns gegenseitig mitzuteilen, was wir empfinden.” Dazu gehöre eben auch der Ausdruck negativer Gefühle. Kurz gesagt: Wer sich noch die Mühe macht, aneinander rumzumeckern, der bedeutet sich auch noch etwas.
Wer’s knallen lässt, lebt länger
Doch nicht nur das – eine weitere Studie des Instituts zeigt, dass Partnerstreitigkeiten das Leben verlängern können. Wenn beide Partner in einer Beziehung ihre Konflikte unterdrücken, ist bei ihnen das Risiko eines frühen Todes doppelt so hoch wie bei Partnern, die ihre Streitigkeiten offen austragen. Also: Wer für seine Beziehung etwas Gutes tun will, sollte sich schon einmal eine Liste mit Kritikpunkten ausdenken, mit denen man den Partner überraschen möchte. Valentins-, Jubiläums oder Hochzeitstag sind bestimmt besonders gut geeignet, um diese dann vorzutragen – für ein langes und harmonisches Zusammenleben.
Liebe und Religion
Das gleichzeitige Vorhandensein
Von Gebein und Leben,
Nehmen und Geben,
Liebe, Mord und bösem Wort
Bei koexistenter Kontemplation
Bringt uns Angst, Verzagen, viele Fragen
Und die Religion
Liebe & Glück
Ohne Abhängigkeit gibt es kein Glück. Man muss eine grosse Liebe auch ertragen lernen.

