
Ich brauche noch Sponsoren! Meldet Euch.
Die Diffamierungs-Kampagne hat uns 1.4 Mio Franken gekostet. Geld das eigentlich Behinderten zusteht.

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Die Diffamierungs-Kampagne hat uns 1.4 Mio Franken gekostet. Geld das eigentlich Behinderten zusteht.
alles klar?

2009

1938
„Im Dienste der Sache…“, sagten die Verantwortlichen für die diffamierende Plakatkampagne gegen Behinderte. Wieviel Geld wird da für Plakate zum Fenster hinausgeworfen? Die IV geht mit dieser Teaser-Werbung bewusst das Risiko ein, dass sie sogar kontraproduktiv ist. Es wäre ein Wunder, wenn angesichts einer solcher Misswirtschaft KEINE Milliardenschulden bestünden.
Für mich ein Skandal! Was sagen dazu unsere Menschenrechtler in Brüssel? Was würden sie dazu sagen, wenn die gleiche Kampagne von der SVP lanciert würde, die im Übrigen die Kampagne verurteilt (aus Kostengründen, natürlich)? Wo bleibt das Mitgefühl unserer Staatsangestellten? Warum wundern wir uns, wenn Behinderte verprügelt werden?
Offener Brief:
Diffamierende Plakate gegenüber Behinderten!
Sehr geehrter Herr du Bois-Reymond,
Seit Montag provoziert eine Plakatkampagne in der ganzen Schweiz mit Äusserungen wie etwa «Behinderte kosten uns nur Geld» und «Behinderte sind dauernd krank». Nach zahlreichen Rückmeldungen von Menschen mit und ohne Behinderung stellen wir fest, dass diese Plakate nicht nur provozieren, sondern beleidigen und verletzten.
Bald nach Kampagnenstart wurde das Bundesamt für Sozialversicherungen, respektive die Invalidenversicherung, mit der Plakataktion in Verbindung gebracht. Mittlerweile sind Sie und Ihre Kommunikationsabteilung als Verantwortliche für diese Kampagne geoutet.
Wir sind empört über die diffamierenden Botschaften, die Sie mit der aktuellen Kampagne verbreiten – finanziert aus Versicherungsgeldern notabene –, da diese bestehende Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung zementieren.
Auch wenn die Kampagne sich als «Rätselkampagne» entpuppt, befürchten wir, dass diese Negativ-Botschaften den Menschen mit Behinderung letztlich schaden.
Wir stellen zudem fest, dass uns diese IV-Kampagne der AHV/IV-Kommission, in der wir auch vertreten sind, nicht vorgelegt worden ist. Im Gegensatz zu den Vorläuferkampagnen.
Wir müssen weiter davon ausgehen, dass Sie in der Konzeption der Kampagne keine der Behindertenorganisationen einbezogen haben. Allerdings benutzen Sie gerne betroffene Personen als Testimonials, wenn es Ihnen und der IV dient.
Wir fordern Sie deshalb auf, diese Kampagne sofort abzubrechen und sich bei den Betroffenen zu entschuldigen.
Mit freundlichen Grüssen
herr pan
Kopie: Herr Bundesrat Didier Burkhalter, Vorsteher EDI

Die finanzielle Lage der IV ist prekär – soviel ist sicher. So kann es nicht weitergehen! Der Schuldenberg hat sich im Verlauf der letzten 20 Jahre permanent vergrössert. Er ist heute dramatisch: Trotz verschiedenster Sparmassnahmen schliesst die Rechnung mit einem strukturellen jährlichen Defizit von 1,5 Milliarden Franken. Die Schulden betragen anfangs 2009 rund 13 Milliarden Franken. Dies belastet auch zunehmend den AHV-Ausgleichsfonds. Es besteht deshalb dringender Handlungsbedarf.
Anfangs 2009 weist die Invalidenversicherung bereits eine Schuld von rund 13 Milliarden Franken auf. Dieser Schuldenberg wächst jeden Tag um weitere 4 Millionen Franken resp. jedes Jahr um weitere 1,5 Milliarden Franken an.
Damit die IV trotz des hohen Schuldenberges liquide bleibt, sorgt derzeit der AHV-Ausgleichsfonds, welcher eigentlich die Aufgabe hätte, die AHV-Renten zu sichern. Die Reserven aus dieser Quelle schwinden aber von Jahr zu Jahr. Es ist deshalb dringend nötig, die Finanzierung der IV auf andere Weise zu sichern. Mit der 4. und 5. IVG-Revision konnten weitreichende Sparmassnahmen beschlossen werden. Die Defizite wurden somit leicht gesenkt und stabilisiert, aber bei weitem nicht abgebaut.
Bund und Parlament schlagen dem Volk eine befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer vor. Gleichzeitig wird der Bund die IV-Schuldzinsen befristet übernehmen und einen eigenen IV-Fonds bilden. Diese Massnahmen sind zwingend. Damit kann ein weiteres Anwachsen der IV-Schulden verhindert und eine seriöse langfristige Sanierung der IV erarbeitet werden. Diese Massnahmen sind nötig, aber darüber hinaus für die Bevölkerung auch absolut tragbar.
Mit einer auf 7 Jahre befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0.4% (Normalsatz) bzw. 0.2% (Sondersatz) und 0.1% (reduzierter Satz, z.B. für Lebensmittel) und der Übernahme von 360 Mio. Franken jährlich durch den Bund, kann das voraussichtliche Defizit der IV von 1.5 Milliarden Franken gedeckt werden. Die IV-Schuld würde demnach bis 2016 nicht weiter anwachsen. Dem Parlament und der Verwaltung wird so die Erarbeitung eines langfristigen und nachhaltigen Sanierungsplans für die IV ermöglicht. Eine grosse Aufgabe: Die Instrumente der 4. und 5. IVG Revision müssen auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin geprüft werden, Verbesserungsmassnahmen müssen evaluiert und im Rahmen einer 6. IVG Revision müssen weitere langfristige Sparmöglichkeiten geprüft und eingeleitet werden. Die Frage, mit welchen Mitteln der verbleibende Finanzierungsbedarf ausserhalb der Mehrwertsteuer gedeckt werden kann, wird uns in Zukunft stark beschäftigen.
Die bescheidene Mehrwertsteuererhöhung ist für die IV bitter nötig und sozial absolut verträglich: Ein Lebensmitteleinkauf von 100 Franken wird gerade mal mit 10 Rappen zusätzlich belastet. Für einen kleinen Haushalt mit einem Einkommen bis zu 4′600 Franken beläuft sich die monatliche Belastung auf 6.60 Franken, dem Preis für ein Päckli Zigaretten. Es ist derzeit auch noch offen, ob die Belastungen auf den Konsumenten abgewälzt werden. Das „Mehrwertsteuer-Opfer“ kann also von jeder Person ohne spürbare Abstriche an Lebensqualität erbracht werden.
Im Gegensatz dazu steht ein hoher Gewinn: Eine solide und funktionierende Invalidenversicherung, was mit Sicherheit auch im Sinne der Gesamtbevölkerung liegt, denn es könnte jeden von uns treffen. Jeder von uns könnte einen schweren Unfall erleiden oder unerwartet zu einem chronischen Krankheitsfall werden. Das Wissen, in einer solchen Situation falls nötig abgesichert zu sein, erhöht die Lebensqualität entscheidend. Durch ein NEIN am 27.September setzen wir diese Sicherheit definitiv aufs Spiel.
Ein NEIN zur befristeten Zusatzfinanzierung führt zwingend zu einem Scherbenhaufen:
• Blockierung des bisher eingeschlagenen Weges zur Sanierung der IV
• Weiteres Anwachsen des Schuldenbergs
• Bedrohung der AHV- und IV-Renten
• Massiver Abbau der IV-Leistungen für Menschen, die darauf dringend angewiesen sind.
Ein NEIN wäre in jeder Beziehung ein unverantwortlicher Entscheid für die Zukunft unserer Sozialversicherungen.
Für ein JA zur IV-Zusatzfinanzierung am 27. September 2009
• Weil Menschen mit einer Behinderung dringend auf die IV angewiesen sind.
• Weil Menschen mit einer Behinderung dank der IV trotzdem noch ihren Beitrag zur Gemeinschaft leisten können.
• Weil es wirklich jederzeit jeden treffen kann.
• Weil grosse Risiken nur tragbar sind, wenn sie solidarisch von allen getragen werden.
• Weil die IV eine wichtige tragende Säule unserer Sozialwerke ist.
• Weil die Zusatzfinanzierung Teil des politischen Versprechen ist.
• Weil Menschen mit einer Behinderung ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Sanierung leisten.
• Weil die Zusatzfinanzierung unbedingt zum ausgewogenen Sanierungsplan der IV gehört.
• Weil die Zukunft der IV von besonnenen politischen Entscheiden abhängig ist und nur damit effizient gesichert werden kann.
JA am 27. September!
