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Update H1N1-Impfung

23. November 2009

Grossversuch der Pharma:
Neue Impfempfehlungen

Letzte Woche wurden die Ergebnisse der klinischen Impfstudien bekannt gegeben. Aufgrund der Daten können neue Impfempfehlungen für die Grippeimmunisierung abgeleitet werden.

In den letzten Wochen wurden mehrere 10 Millionen Menschen mit dem Präparat Pandemrix® geimpft, darunter mehrere Zehtausend Dosen bei Kleinkindern.

EFIK, BAG und Swissmedic geben aufgrund der neuen Daten nun aktualisierte Impfempfehlungen zur Grippeimpfung.

  • Pandemrix®: ab Alter 6 Monate

Impfstoff mit einer einzigen Dosis: sehr guter Schutz (ausser Immunsupprimierte
Bei Schwangerschaft: nicht empfohlen

  • Celtura®: Geeignet im Alter von 3-9 Jahren, sowie im Alter ab 60 Jahren, 2 Dosen im Abstand von 3 Wochen

Bei 40-59 Jährigen können die beiden Dosen Celtura® gleichzeitig in unterschiedliche Extremitäten verabreicht werden

  • Focetria®

Zwischen 3-9 Jahren ist keine zweite Impfung nötig

Schwangerschaft: bevorzugt Focetria® verwenden. Celtura® ist auch geeignet, die Frauen müssen aber in ein nationales Register eingetragen werden.

  • Immunsupprimierte

2 Dosen Pandemrix® oder Focetria® im Abstand von 3 Wochen (gleichen Impsftoff bei 2. Impfung verwenden)

  • Menschen die Antikoagulantien verwenden

Impfung ausschliesslich intramuskulär, unter nachfolgender Kompression. Impfen nicht empfohlen bei schwerer Störung der Blutgerinnung.

 

Übrigens: Ich lass mich jetzt gegen Typhus impfen. Man muss ja nicht jede Mode mitmachen ;-)

Viele ungelöste Fragen bei der Grippeimpfung

23. Oktober 2009

PandemieUnbestritten, die Informationspolitik von Pharma und Regierung sind mangelhaft in Bezug auf die Grippeimpfung. Der Einsatz von Thiomersal (Quecksilberverbindung) als Konservierungsstoff und das umstrittene Squalen-Adjuvans scheint viele Gemüter zu erregen. Positiv dabei ist, dass sich die Durchschnittsbevölkerung einmal Gedanken um moderne Forschungsgebiete im Pharmasektor macht und sich plötzlich dafür interessiert, was die Industrie in menschliche Körper spritzt, wie ich aus zahlreichen Zuschriften erfahre. Was auch nicht zu unterschätzen ist, ist die Verantwortung für die Entscheidung die problematischen Stoffe überhaupt einzusetzen. Ich möchte das nicht entscheiden müssen.

Es  gibt zuviele nichtwissenschaftliche Quellen im Internet. Viele Aktionen  werden höchstwahrscheinlich über PR Agencies von der Industrie verteilt. Vergessen wir nicht, erste Priorität der Pharma ist Geld zu verdienen. Viele grundsätzliche Fragen zur Grippeimpfung sind offen.

  • Brauchen wir für das aktuelle H1N1-Virus mit seinem bisherigen eher milden Verlauf bei uns überhaupt eine Impfung?
  • Ist es nicht denkbar, dass es wie bei früheren Pandemien möglicherweise aufgrund einer schwerwiegenden Mutation im Sinne eines Antigen-Shifts zu einer zweiten und dritten Grippewelle kommt, die viel schlimmer ausfallen (wie z.B. 1918)?
  • Zumindest denkbar ist ja auch eine Kombination eines hoch pathogenen H5N1 mit einem hochinfektiösen H1N1 zu einem tödlichen Supervirus. Die Frage ist nur: Hilft uns die jetzige H1N1 Impfung dieses Risiko einzuschränken?
  • Wie sinnvoll ist es, für die relativ milde Schweinegrippe unseren Trumpf, das Virustatikum Tamiflu, im grossen Stil einzusetzen? Könnte dabei das Virus eventuell wunderbare Resistenzen gegen die genannte H1N1/H5N1 Kombination entwickeln?
  • Bei der spanischen Grippe waren hauptsächlich die 20 bis 40jährigen betroffen. Nicht die Kinder und die alten Menschen. In diesem Alter sollten Menschen eigentlich besonders immunkompetent sein. Könnte ihr Immunsystem eventuell zu stark auf die spanische Grippe reagiert haben, statt zu schwach?
  • Wären aus diesem Grunde Adjuvantien, die das Immunsystenm zusätzlich stimulieren nicht eher kontraindiziert ?

Ich hoffe sehr, dass eine zweite und dritte Grippewelle mit Antigen-shift ausbleibt. Viele Möglichkeiten zur effekiven Behandlung wird es dann nicht mehr geben. Es bleibt uns dann wohl nichts anderes übrig, als 12 Monate freiwilliger Hausarrest (geschlossene Türen), kein Kontakt zur Öffentlichkeit und ein paar gute Bücher. Danach kann man mal vorsichtig nachschauen, wer die Überlebenden sind.

Ich frage mich, ob es die geimpften oder die ungeimpften sein werden.

Grippeimpfung: Zweiklassengesellschaft!

20. Oktober 2009

Es gibt scheinbar Gruppen von Menschen, die wichtiger sind als andere. Sie bekommen den Schweinegrippeimpfstoff ohne das problematische Adjuvans.

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Beispiel: Bundeswehr Deutschland

Für die Bundeswehr in Deutschland wurde der H1N1-Impfstoff OHNE das umstrittene Squalen-haltige Wirkverstärkergemisch und ohne das problematische Konservierungsmittel bestellt. Experten meinen, das sei die einzig richtige Entscheidung.

In 14 Tagen werden in Deutschland die ersten Spritzen  gegen die Schweinegrippe gesetzt. Aber diese erste grossflächige Pandemie-Impfaktion geht mit fatalen Bedenken einher. Der Impfstoff kann zwar den Geimpften vor der Schweinegrippe bewahren, aber das Medikament könnte aufgrund des enthaltenen Wirkverstärkers auch ernsthafte Nebenwirkungen haben. Die Nebenwirkungen können offenbar so stark sein, dass sie der Bundeswehr in Deutschland nicht zugemutet werden können. Sie bekommenden  sicheren konventionellen Impfstoff, ohne das Adjuvans!

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Wie sonst lässt es sich verstehen, dass die Bundeswehr jetzt ein Kontingent eines anderen Schweinegrippe-Impfstoffs bestellt hat? Das Verteidigungsministerium hat das Serum der Firma Baxter eingekauft, das zwar erst wenige Tage in Europa zugelassen ist – aber schon jetzt viel weniger umstritten ist als jenes, mit dem die übrige Bevölkerung in Deutschland geimpft werden soll. Der Bundeswehr-Impfstoff wird auch in den USA, Australien und in anderen Teilen der Welt eingesetzt. Er hat keinen Verstärker und funktioniert genauso wie das normale saisonale Grippeserum.

Das ist natürlich eine deutliche Ohrfeige für das Deutsche Gesundheitsministerium, aber die einzig richtige Entscheidung, sagt der Virologe Alexander Kekulé,  Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Halle. Die Mediziner und Virologen bei der Bundeswehr sind einfach schlauer. Sie bestellen einen Impfstoff, dessen Funktion schon milliardenfach überprüft worden ist. Der deutschen Bevölkerung wird demgegenüber ein praktisch ungeprüfter, potentiell nebenwirkungsreicher Impfstoff verabreicht.

Die Bundeswehr braucht einen umfassenden Impfschutz für ihre Auslandeinsätze, das ist klar. Man wollte offensichtlich kein Risiko eingehen und hat auf die bewährte konventionelle Technik gesetzt, wie im Übrigen auch die USA, Australien und andere Teile der Welt. Ein Sprecher der Bundeswehr sagte, die Verträglichkeit der Impfung sei sehr wichtig und die konventionelle Impfung ohne den Wirkverstärker sei eben besser verträglich.

„Wir sind nicht etwas Besseres, wie sind etwas anderes“ , sagte der Sprecher der Bundeswehr.

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Die  Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) frotzelte, die ganze Diskussion über die Impfstoffe sei überflüssig. Alle Impfstoffe seien sicher. Klar, Frau Schmidt. Und der Verstärker werde nur eingesetzt, damit die Wirkung „sehr hoch“ ist. Klar, Frau Schmidt, was bedeutet denn „sehr hoch“ konkret. Wie ist die Datenlage hierzu? Gibt es Studien? Wird es nach diesem offensichtlichen Grossversuch von Deutschland und der Pharmaindustrie eine Studie geben?

Und: Ist denn die Wirkung des Bundeswehr-Impfstoffes nicht auch „sehr hoch“?  Sagen Sie dem deutschen Volk wirklich alles, Frau Schmidt?

Immerhin krebsen Sie ja jetzt zurück und empfehlen Schwangeren den Impfstoff plötzlich OHNE das umstrittene Adjuvans.  Wie ich letzte Woche hier im Blog empfohlen habe. Ev. auch für Kinder.

Gestatten Sie mir deshalb nochmals die Frage: Sind beide Impfstoffe wirklich gleich sicher?  Bestehen ev. noch andere Bedenken und Risiken beim Impfstoff mit Wirkverstärker?

Frau Schmidt, Sie empfehlen den konventionellen Squalen-freien Impfstoff für Schwangere. Sie empfehlen die Impfung auch für Kinder in Kindertagesstätten. Weder für Schwangere, noch für Kinder ist aber der nötige konventionelle Impfstoff verfügbar. Wie soll das gehen?

Es ist demnach fragwürdig, warum man überhaupt Impfstoff mit Adjuvans hergestellt hat.  Gerade auch, weil man genügend Zeit gehabt hätte, konventionellen Impfstoff herzustellen. Wir können immer noch entscheiden, den Impfstoff mit dem Adjuvans nicht einzusetzen. Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, den konventionellen Impfstoff zu bestellen und erst bei Bedarf, im letzten Moment (bei der Verabreichung) das Wirkverstärkergemisch zuzufügen. Die würde zwar eine Neuzulassung bedingen, brächte aber eine erhöhte Sicherheit, die ja den Kunden (also uns) und der Regierung (also Frau Schmidt) so wichtig ist. Ich befürchte aber, dass sich beim Studium des Zulassungsdossiers herausstellen würde, dass das Adjuvans keine zusätzliche Vorteile bringt.

Die Schweinegrippe verläuft hierzulande immer noch meistens relativ mild (n= >22000 Infektionen in Deutschland). Allerdings habe ich jetzt gerade ein paar Studienergebnisse gelesen, die aufhorchen lassen. Ein Team aus Winnipeg, Kanada untersuchte 168 besonders schwere Krankheitsverläufe und stellte fest, dass sich schwere Krankheitsverläufe bei Jungen und Heranwachsenden (Alter zwischen 10 und 60 Jahren) häufen. 80% der Patienten wurden nach 4 Tagen Symptome künstlich beatmet. 24 von ihnen starben. Das Durchschnittsalter der Patienten war mit 32 Jahren ungewöhnlich niedrig.

Werden wir eine Zweiklassengesellschaft haben? Wird auch bei uns der sichere konventionelle Impfstoff der Armee vorbehalten bleiben? Warum verteilen wir nicht den konventionellen Impfstoff an Schwangere und Kinder?

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Schweinegrippe H1N1- Impfen oder nicht?

12. Oktober 2009

ImpfenDie Medien verstehen es hervorragend, mit vielen Berichten über die steigende Anzahl an Erkrankten, die Schweinegrippe H1N1 zum höchst gefährlichen Pandemieszenario zu verzieren. Das Sommerloch führte zu ausführlichen Reportagen, die ein düsteres Zukunftsbild zeichnen. Die Behörden sind bemüht, sich sicher zu geben, alles „im Griff“ zu haben:
Tamiflu und Relenza einlagern und 13 Mio. Impfdosen für eine Massenimpfung vorbereiten. Nur die Impfaktion alleine wird uns 223 Mio. Franken kosten. Braucht es eine Massenimpfung gegen Schweinegrippe?


Neue Wege bei der Produktion statt konventionelle Technik

Leider hat man für die Herstellung des Vakzins schlecht erprobte Wege eingeschlagen. Der auf den Markt kommende Schweinegrippe-Impfstoff wird ein neuartiges, ungebräuchliches „Wirkverstärkergemisch“ enthalten.
Dieses „Wirkverstärkergemisch“ ist m.W. nicht regulär zuglassen und geht auf eine Musterzulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA zurück. Es wurde bereits beim Vogelgrippe-Impfstoff grossflächig im freien Feldversuch erprobt. Das Problem: Da es bisher nicht in handelsüblichen Grippeimpfstoffen erprobt ist, fehlen die Erfahrungen.

Weniger ist mehr

Der Vorteil für die Industrie ist, dass das Vakzin mit dem Wirkverstärkergemisch, weniger Antigene benötigt. D.h. anstatt teure Antigene, verkauft man billige Excipienten (Hilfsmittel). Interessant in diesem Zusammenhang: Die USA hat den Impfstoff explicit OHNE den Wirkungsverstärker bei uns bestellt!

Eine Anfrage zu diesem Wirkverstärkergemisch bei der Deutschen Arzneimittelbehörde ergab eine etwas seltsame, verharmlosende Umschreibung; man könne diesen Wirkverstärker als „… so etwas wie Bio-Wirkstoff-Verstärker“ betrachten. Bitteschön, was an den Inhaltsstoffen des Wirkverstärkers wurde nach Biorichtlinien produziert?

Datenlage tierisch gut

Nach allem was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, scheint das Wirkverstärkergemisch tatsächlich die Wirkung des Impfstoffes zu verstärken, wenn man der grosszügig angelegten und vielversprechenden klinischen Studie an 30 Frettchen glauben mag (mehr hier) .
Allerdings werden nicht nur die erwünschten, sondern auch die unerwünschten Wirkungen verstärkt, etwa Schwellungen und Schmerzen im Injektionsbereich, im Weitern Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost u.a.m. Es sind auch sehr ernste Nebenwirkungen mit bedrohlichen Folgen denkbar, z.B. überschiessende Immunreaktion sowie aufsteigende Lähmungen. Diese Risiken sind derzeit NICHT ABSCHÄTZBAR, was nicht heisst, dass sie nicht vorhanden sind.

VirusDamals

1976 gab es in Fort Dix (USA) Infektionen mit einem damals unbekannten Grippevirus. Präsident Ford ordnete daraufhin die Produktion eines entsprechenden Grippeimpfstoffes für alle US-Amerikaner an. Erst als 40 Mio. Bürger geimpft waren fiel auf, dass hunderte von ihnen an lebensbedrohlichen aufsteigenden Lähmungen erkrankt waren. 32 Menschen starben.

Tragisch an der ganzen Geschichte war, dass man nur die eventuelle Gefahr des Virus im Blickfeld hatte. Ausserhalb von Fort Dix kam es nämlich zu keinen Infektionen mit dem Virus.

Impfadjuvans im Grossversuch testen?

Normalerweise gewinnt man nach der Zulassung neuer Medikamente nach und nach Informationen und Erfahrungen zu Wirkung und Nebenwirkung. Ich sehe beim neuen, relativ schlecht erprobten Schweinegrippe-Impfstoff diesbezüglich mögliche Risiken. Der Impfstoff soll innert kürzester Zeit 6.5 Mio. Menschen in der Schweiz gespritzt werden. Man könnte das auch als ein „Grossversuch der Pharmaindustrie an der Bevölkerung“ sehen.
Treten dabei unerwartete Nebenwirkungen auf, könnten in kurzer Zeit sehr viele Menschen betroffen sein, bevor entsprechend Gegensteuer gegeben werden kann.

Und wieder: Das giftige Schwermetall Quecksiler

Der Verdacht drängt sich auf, dass hinter dem Grossauftrag für Schweinegrippe-Impfstoffe mit Wirkverstärkern eher die Interessen der Hersteller an einem einfacher und günstiger zu produzierenden Medikament stehen, als die Interessen der Menschen an einem bewährten und optimal verträglichen Impfstoff. Dafür spricht auch, dass im Impfstoff eine Quecksilberverbindung als Konservierungsstoff enthalten ist, die auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO aus modernen Impfstoffen längst verbannt worden ist.

Massenimpfung wahrscheinlich übertrieben

Ich denke, eine Massenimpfung ist übertrieben. Glücklicherweise verläuft die Schweinegrippe nach wie vor überwiegend milde. Trotzdem wird bereits jetzt öffentlich zur Impfung gegen die Schweinegrippe geraten. Das Argument, das Schweingrippevirus könne durch Kontakt mit saisonalen Grippeviren mutieren und zu einem sehr gefährlichen Virus werden, ist keines. Theoretisch ist es zwar denkbar, dass dies geschehen könnte. Sollte das Virus aber so stark mutieren, würde die heutige H1N1 Impfung sehr wahrscheinlich wenig helfen. Der Impfstoff wirkt ja nur gegen die Erreger, deren Antigene er enthält.

Interessant dazu ist auch die Tatsache, dass man eigentlich gar nicht weiss, wie stark der Impfstoff tatsächlich schützt. Vor der Marktfreigabe wird nämlich lediglich geprüft, wie stark der Impfstoff die Antikörperwerte im Blut steigen lässt. Dies sagt aber letztlich nichts über den Schutz des Menschen vor den Folgen von Infektionen wie z.B. Asthmaanfälle, Bronchitis, Lungenentzündung oder Tod aus.

Es erstaunt mich sehr, dass in Anbetracht der hohen Kosten, die mit diesem gigantischen Auftrag verbunden sind keine klinischen Studien gekoppelt sind, welche den tatsächlichen Nutzen des Impfstoffes für den Geimpften untersuchen. Zumindest hätte man auf diese Weise eine Basis auf der die Strategie für künftig Pandemien diskutiert werden könnte.

Eignung für Schwangere umstritten

Die WHO empfiehlt m.W. die Impfung auch für Schwangere. Diese Empfehlung halte ich aber für bedenklich, da der Impfstoff das besagte Wirkverstärkergemisch enthält, für das die Erfahrung bei Schwangeren fehlt. Schwangere in den USA können aber geimpft werden, da man dort auf das konventionelle Präparat setzt.

Fazit

Eine Massenimpfung ist hierzulande nicht empfehlenswert, da die Schweinegrippe milde verläuft. Zudem basiert der Impfstoff nicht auf der bewährten Produktionsweise. Die unkalkulierbaren Risiken, die das Wirkverstärkergemisch mit sich bringt, sind auch dadurch nicht gerechtfertigt, dass i.d.R. gesunde Menschen geimpft werden.

Details für Interessierte

Das Wirkverstärkergemisch AS03 von GlaxoSmithKline GSK, das bei dem Impfstoff zur Anwendung kommen soll, besteht aus folgenden Substanzen:

10.69 mg Squalen
11.86 mg DL-alpha-tocopherol
4,86 mg Polysorbat 80

Das Adjuvans AS03 ist bei der H5N1 Geschichte an 39000 Probanden getestet worden und scheint verträglich zu sein. Eine unreflektierte Übersicht von solchen Adjuvantien gibt es hier bei der WHO.

Sind diese Substanzen bedenklich?

Aus der Distanz betrachtet, pharmakologisch eigentlich wenig bedenklich. Da es sich bei allen Substanzen um natürliche oder von natürlichen Stoffen abgeleitete Substanzen handelt.
Die Tatsache, dass ich aber praktisch keine öffentlich zugängliche Studien oder Daten zur Toxikologie der daraus hergestellten Emulsion für parenterale Anwendung finde, stimmt mich nachdenklich.

Squalen ist eine organische, ungesättigte Verbindung aus der Gruppe der Triterpene, die von allen höheren Organismen produziert wird. Der Stoff spielt auch im menschlichen Stoffwechsel eine Rolle. Squalen ist in der Natur weit verbreitet und auch in verschiedenen Lebensmitteln zu finden.
Im Menschen ist es eine Zwischenstufe der Biosynthese von Cholesterin, Steroiden und Vitamin D.
Toxikologisch demnach wenig bedenklich, dachte ich, wäre da nicht der Bericht von Barbro C. Carlson et al. 2007. Die Forscher haben festgestellt, dass Ratten nach nur einmaliger Injektion von Squalen-Mikroemulsion eine chronische, immunvermittelte Entzündung bzw. eine rheumatoide Arthritis entwickelt hatten. OK, vergessen wir nicht, dass Squalen gezielt zur Provokation einer verstärkten Immunreaktion beigesetzt wird.

alpha-Tocopherolacetat ist Vitamin-E-acetat, ein Provitamin. Keine toxikologischen Bedenken, wenn nicht überdosiert wird.

Polysorbat 80 ist ein Polyoxyethylensorbitanmonooleat und wird als nichtionisches Tensid in Kosmetika, Arzneimitteln, Futtermitteln und besonders als Emulgator in Lebensmitteln verwendet. Wird nach meiner Erfahrung schon lange in der parenteralen Applikation eingesetzt und ist unproblematisch. Cave: Ursprung beachten. Es gibt Polysorbat 80 veg. (pflanzlich) und Polysorbat 80 animal (tierisch). Beide haben ihre Vor- und Nachteile bei der parenteralen Applikation (Allergiepotential).

Öl/Wasser Mikroemulsionen mit unbekanntem Wirkmechanismus

Squalen ist wasserunlöslich, Polysorbat ein Dispergator/Emulgator, Vitamin-E-Acetat ein Stabilisator. Damit kann man wunderschöne, stabile Öl in Wasser Emulsionen herstellen. Doch wozu? Der genaue Wirkmechanismus dieser Mikroemulsionen ist noch nicht bekannt. Die Wirkung könnte wie bei ähnlichen Systemen (Novartis MF59, Squalen 9.75 mg, Polysorbat 80 1.175 mg, Sorbitan trioleat 1.175mg) auf verbesserter Antigen-Delivery beruhen und/oder auf der Beeinflussung der Proteinsynthese in der Zelle oder auf verbesster cd4 t-Zellen und/oder b-Zellen Erinnerung bzw. response (mehr hier). Es ist anzunehmen, das Squalen das Immunsystem stimuliert. Für das o.g. AS03 von GSK liegen aber keine zugänglichen Daten vor. Ein anderer Wirkungsverstärker ist AF03 von Sanofi Pasteur (Squalene-containing emulsion (2.5% emulsion))

Novartis war vor vielen Jahren bereits mit seinem squalenhaltigen Wirkungsverstärker MF59 in den Schlagzeilen, weil Ratten bei Versuchen Lähmungen und ernsthafte Arthritissymptome zeigten. Versuche an Menschen mit Konzentrationen von 10 to 20 ppb (parts per billion) Squalen zeigten ernsthafte Immunreaktionen bis hin zu Autoimmunreaktionen.

Ich fide es bedenklich, dass erstmals grossflächig ein neuartiger Immunverstärker eingesetzt werden soll. Ich verstehe die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen dahinter. Man benötigt viel weniger Antigen-Substanz. Bei einer rasch fortschreitenden Pandemie sicherlich sehr von Vorteil, da man schneller die nötigen Impfdosen herstellen kann. Auch wissenschaftlich finde ich die Nano- bzw. Mikroemulsionstechnologie sehr interessant.

Jedoch finde ich es jedoch nicht OK, dass über das Thema in der Öffentlichkeit und Medien nicht offen kommuniziert wird.

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