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Der Chemiker
Vorkommen: Der natürliche Lebensraum des gemeinen Chemikers ist mannigfaltig. Besonders ist er jedoch von zwei essentiellen Parametern bestimmt: Einer ausreichenden Menge an seltsamen Apparaten und Chemikalien. Beide Komponenten tragen wesentlich zur Arterhaltung bei.
Der Chemiker lebt sowohl in grossen Produktionshallen, als auch in kleineren Gebäuden und Räumen. Besonders oft trifft man Chemiker aber in Laboratorien an. Je mehr verschiedene Apparaturen und Chemikalien, desto wohler fühlt sich der Chemiker.
Verhalten: Der Chemiker tarnt sich in der Regel und passt Verhalten und Aussehen seiner Kleidung an. Oft können Chemiker nur mit Schwierigkeit voneinander unterschieden werden. Bei kleineren Exemplaren ist es zudem schwierig, diese vor dem Hintergrund der seltsamen Apparaturen zu unterscheiden.
Die Sprache der Chemiker ist i.d.R. unverständlich, scheint aber in ihrem Mikrokosmos eine kommunikative Funktion zu haben. Das Zeichnen von Schriftzeichen der Chemiker nimmt oft viel Zeit in Anspruch. Die Schrift der Chemiker ist noch sehr unausgereift und wird deshalb sehr oft mit Pfeilen und Strichen korrigiert. Einige Chemiker kennen lediglich die Strich-Zeichen, eine wachsende Gruppe befasst sich aber bereits mit Buchstaben.
Sozialverhalten Falls sich ein Weibchen oder Männchen von einer Gruppe Chemiker entfernt und ein eitles Einzeldasein zu fristen beginnt, handelt es sich um einen Lebensmittelchemiker. Ob es sich bei den Chemikern um Einzelgänger oder Herdentiere handelt, konnte bis heute nicht genau erwiesen werden.
Chemiker können aufgrund ihrer Interessengebiete in drei grosse Gruppen eingeteilt werden:
- Sprengstoffe
- Drogen
- Potenzmittel
Reproduktion: Die Vermehrung der Chemiker ist eher mysteriös und bisher nicht vollständig geklärt. Bis heute weiss man nicht, wie sich die Chemiker reproduzieren. Jedoch wurde ein Phänomen beobachtet: Es werden heute nicht mehr unbedingt Chemikerinnen für die Vermehrung benötigt. Vielmehr scheinen auch in diesem Falle die in ausreichender Menge vorhandenen Chemikalien und Apparaturen eine wichtige Rolle zu spielen, sowie die zusätzliche Komponente Zeit, die besonders bei den männlichen Exemplaren praktisch nicht vorhanden ist. Der direkte Zusammenhang mit einer Universität hingegen lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen.
Jedoch konnte jüngst nachgewiesen werden, dass jeder gute Chemiker mit dem sogenannten PYROMAN-Gen ausgestattet ist, was auch der Grund ist, dass 1.2% der Chemiker mit weniger als 10 Fingern ihrer Tätigkeit nachgehen.
Solche bemitleidenswerte Chemiker befassen sich später oft mit GMP / ISO 9000 / GLP etc. und produzieren Berge von nichtssagenden Dokumenten.
Feinde: Der natürliche Feind des Chemikers ist der Öko. Dieser trägt massiv zu der Limitierung der Ressource Chemikalien bei und beraubt den Chemiker so seiner wichtigsten Existenzgrundlage.
Bedeutung: Ohne den Chemiker würde es für einige andere Arten schwer werden zu existieren. Die Hauptgruppe, die darunter leiden würde wären die Medikamentenabhängigen. Sie würden innerhalb kurzer Zeit aussterben. Die Liste der bedrohten Arten würde dann ausgeweitet mit: Apotheker, Ärzte, Medikamentenschmuggler und Hypochondern. Ohne Chemiker wäre die Welt nicht die, die sie heute ist.
