Archiv für August 2009

Hinsetzen!

31. August 2009

Schlusspunkt
Kürzlich war ein Freund zu Besuch, und nach dem Kaffee kamen wir auf Familienfragen zu sprechen. Genauer gesagt auf ein Problem, das sich in unserer bubenlastigen Familie besonders drastisch stellt: das Ärgernis, dass die Klobrille jeweils, na ja, wie soll ich sagen – dass da eben nach dem Pinkeln eine Sauerei herrscht.

Der Freund hörte sich unsere Sorgen an. Dann sagte er: «Entschuldigung, ich brauche einen Moment», und zog sich auf unser Klo zurück. Das sieht ihm ähnlich, denn er ist Physiker und daher gewohnt, bei der Lösung solcher Aufgaben streng methodisch vorzugehen. Oder sagen wir: Er packt eine Aufgabe grundsätzlich theoretisch an und überprüft seine Lösung dann im praktischen Experiment. Zugleich ist unser Freund, was bei Physikern eher selten vorkommt, ein Witzbold. Nach ein paar Minuten hören wir die Spülung, und er kommt zurück, freudig ein Stück Toilettenpapier in der Hand schwenkend.

Darauf steht:
formel
Wir blicken verdutzt auf die Formel und fragend ins Gesicht unseres Freundes.
Er grinst und erläutert seine Gleichung: «S steht für Streuverlust. Den wollen wir minimieren», doziert er. Der Streuverlust ergebe sich aus Aufprallenergie (Ae) dividiert durch Zielgenauigkeit (Z). Je höher die Aufprallenergie und je kleiner die Zielgenauigkeit, desto grösser der Streuverlust – und umgekehrt. «Klar so weit?», fragt er. Klar.

Die Zielgenauigkeit, fährt er fort, setze sich zusammen aus eher statischen Elementen, nämlich Talent (T), Übung (Ü), Geduld (G) und Konzentration (K) dividiert durch die festen physikalischen Grössen Mündungsbeschaffenheit (Mü) und Rohrdurchmesser (rD). Je geringer also Talent und so weiter im Verhältnis zu den Eigenschaften des Auslasses, desto kleiner die Zielgenauigkeit. «Könnt ihr folgen?» Natürlich. Die Aufprallenergie wiederum ergebe sich aus den eher dynamischen Elementen Druck (Dr) und Austrittsenergie (aE) multipliziert mit der Fallhöhe (F).

Aha, logisch. Und jetzt? «Ihr müsst euch überlegen, welche Variable ihr beeinflussen wollt und könnt, um den Streuverlust zu verkleinern.» Kaum beeinflussbar seien die Faktoren Mündungsbeschaffenheit, Rohr­durchmesser sowie Druck und Austritts­energie. Mhm, versteht sich.

Meine Frau und ich überlegen eine Weile ohne Resultat. Schliesslich räuspert sich unser Freund: «Ich würde den Faktor F empfehlen. Geht der gegen null, reduziert sich auch S gegen null.» – «Hinsetzen! Das ist die Lösung!», bricht es aus der besten aller Ehefrauen heraus. «Quod erat demonstrandum», ergänzt unser Freund selbstzufrieden.

Seit diesem Abend wissen wir, was zu tun wäre – mathematisch sauber hergeleitet und unumstösslich bewiesen. Nun bleibt bloss noch ein Problem: Wir brauchen eine Methode, wie wir das in unserem Haushalt auch durchsetzen können. Sicher gibt es auch dafür eine Formel – nur gefunden haben wir sie noch nicht.

Aus dem Beobachter :-)

Wasserspiele

27. August 2009

Was uns beschäftigt: Vor einer Woche platze eine Wasserleitung im Keller. Engegen ülicher Praxis ging ich einmal früh zu Bett und hörte das Rauschen dummerweise erst, als mich Syrinx unsanft weckte. Keller unter Wasser. Das wäre nicht so schlimm, hätten wir nicht gerade das ganze Mobiliar im Keller verstaut. Schaden CHF 38′000.–. Und die Versicherung will nicht zahlen…. (oh wunder!)

ws

Maligne Inertia

25. August 2009

Aus dem Nähkästchen von Syrinx und Pan:

watchadointoday

Nihil agere delectat. Entdecke!

Exitus mit Exekutivsterbebegleitung

25. August 2009

Eine tolle Sterbebegleitung hatte ein Berner in diesem Frühsommer. Er wählte mit Hilfe der Sterbehilfeorganisation Exit den Freitod. Das löste im einen Grosseinsatz der Kapo aus.

Nur wenige Minuten nach dem Tod des 89-Jährigen stürmten rund ein Dutzend Beamte die Wohnung und schlossen sich mit dem Toten im Schlafzimmer ein.

Als ein Polizist dort versehentlich den Alarmknopf drückte, rückte auch noch das schwer bewaffnete Sondereinsatzkommando Enzian aus.

Um solche grotesken Szenen künftig zu verhindern, will Exit mit Bern jetzt einen Vertrag abschliessen.

Schrecklich!

SEK

Kakosmia cerephalloosis

24. August 2009

Der Terminus „Qualitative Riechstörungen“ reflektiert die qualitativ veränderte Wahrnehmung von Geruchseindrücken. Häufig, wenn auch nicht notwendigerweise, ist damit eine quantitative Störung assoziiert.

Eine Parosmie/Kakosmie beschreibt die verzerrte Wahrnehmung von Gerüchen in Gegenwart einer Reizquelle. Oder anders ausgedrückt: Parosmien werden durch Gerüche ausgelöst. Insbesondere im Anschluß an Infektionen oder auch posttraumatisch kommt es häufig zum Auftreten von Parosmien. Typischerweise werden dabei die meisten Düfte als unangenehme Gerüche wahrgenommen oder umgekehrt. Beispielsweise riecht der vertraute Kaffeeduft nach Jauche. Hingegen riecht weiblicher Fussschweiss betörend angenehm erotisierend. Eine genaue Erklärung für diese zur Anosmie führenden molekularen Veränderungen gibt es derzeit nicht, auch der Ort der Entstehung von Parosmien (Bulbus olfactorius vs. zentrale olfaktorische Strukturen) ist unklar. Klinisch bedeutsam ist, daß die meisten Parosmien über einen Zeitraum von Monaten schwächer werden und bei 50% der Patienten nach 2 Jahren ganz verschwinden.

Eine Phantosmie beschreibt die Wahrnehmung von Gerüchen in Abwesenheit einer Reizquelle. Phantosmien treten am häufigsten nach Trauma oder Infektion auf. In der Regel werden unangenehme Gerüche wahrgenommen. Streßbezogene Phantosmien wurden berichtet (Kaufman et al., 1988) . Ähnlich wie bei der Parosmie sind sowohl die molekularen Veränderungen als auch der Entstehungsort der Phantosmie ungeklärt. Wie auch Parosmien bilden sich Phantosmien über Jahre hinweg zurück.

Riechtest

Riechtest

händy photo qualität

3. August 2009

toll was mit dem omnia i900 so machbar ist. diese aufnahme entstand am 1. august im rahmen eines platzkonzertes in hegi, winterthur.

1

übrigens, die letzten 2 kanonen aus der winterthurer kadettenzeit.

schön wars…

2. August 2009

nach 10 Tagen bella italia mit pasta in edelster vollendung und leichter abdominaler inflatio auf fast 3000 m aufsteigen und urchige älpler magronen in einer SAC hütte geniessen. zum dessert eine kleine feine fellatia mit syrinx im vollen massenlager ;-)
vereina