Diese Nacht verhinderte ausnahmsweise nicht Syrinx meinen erholsamen Schlaf, sondern der independent $15′000 Film Paranormal Activity [1].
…damned scary!
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…damned scary!
Letzte Woche wurden die Ergebnisse der klinischen Impfstudien bekannt gegeben. Aufgrund der Daten können neue Impfempfehlungen für die Grippeimmunisierung abgeleitet werden.
In den letzten Wochen wurden mehrere 10 Millionen Menschen mit dem Präparat Pandemrix® geimpft, darunter mehrere Zehtausend Dosen bei Kleinkindern.
EFIK, BAG und Swissmedic geben aufgrund der neuen Daten nun aktualisierte Impfempfehlungen zur Grippeimpfung.
Impfstoff mit einer einzigen Dosis: sehr guter Schutz (ausser Immunsupprimierte
Bei Schwangerschaft: nicht empfohlen
Bei 40-59 Jährigen können die beiden Dosen Celtura® gleichzeitig in unterschiedliche Extremitäten verabreicht werden
Zwischen 3-9 Jahren ist keine zweite Impfung nötig
Schwangerschaft: bevorzugt Focetria® verwenden. Celtura® ist auch geeignet, die Frauen müssen aber in ein nationales Register eingetragen werden.
2 Dosen Pandemrix® oder Focetria® im Abstand von 3 Wochen (gleichen Impsftoff bei 2. Impfung verwenden)
Impfung ausschliesslich intramuskulär, unter nachfolgender Kompression. Impfen nicht empfohlen bei schwerer Störung der Blutgerinnung.
Übrigens: Ich lass mich jetzt gegen Typhus impfen. Man muss ja nicht jede Mode mitmachen
Die Produktvielfalt unserer Grossverteiler ist regelrecht monströs. Wer kauft alle diese Waren? Brauchen wir das alles? Wenn es von all dem nur noch die Hälfte geben würde oder nur ein Viertel, würde uns etwas fehlen? Warum gibt es so unglaublich viele Produkte? Weil wir Menschen sie alle brauchen? Oder liegt es viel eher daran, dass wir die Freiheit haben?
Das Lieblingswort der Philosophen im 18. Jahrhundert war „Freiheit“. Die Idee der damaligen Denker:
Je mehr Freiheit die Menschen erlangen, desto glücklicher werden sie.
Alles strebte der Freiheit und damit unaufhaltsam dem Glück entgegen. Marquis de Condorcet sagte, Fortschritt, Freiheit und Glück seien unzertrennlich.
Heute haben wir zumindest in der Schweiz das höchstmögliche Mass an gesellschaftlicher und individueller Freiheit erreicht. Woran liegt es aber, dass wir alle nicht unglaublich glücklich geworden sind? Da kann doch etwas nicht stimmen, lagen denn die Philosophen im 18. Jahrhundert falsch mit ihren Annahmen?
Wahrscheinlich liegt es daran, dass derjenige der die Wahl hat, ja eben auch die Qual hat. Freiheit geht demnach immer auch mit Unfreiheit einher. Die einschränkende Grösse ist vermutlich die Angst. Je mehr wir uns nämlich aus den überfüllten Regalen des Lebens bedienen können, umso mehr Angst könnten wir haben, dass wir die falschen Produkte kaufen, also ein falsches Leben führen. Deshalb gehören Freiheit und Unfreiheit immer zusammen. Das Postulat der weisen Philosophen im 18. Jahrhundert funktioniert nicht: Ein Mehr an Freiheit bedeutet nicht ein Mehr an Glück.
Wahrscheinlich hat dieses Experiment jetzt aber seinen Höhepunkt erreicht, vielleicht sogar schon überschritten: Freiheit ist mit Wohlstand unzertrennlich verbunden, unser Wohlstand wird aber möglicherweise nicht weiter wachsen.
Die Wirtschaftskrise hat demnach auch ihre guten Seiten. Wir müssen wieder lernen Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Nicht wer am meisten kauft hat ein glücklicheres Leben sondern derjenige, der das was er hat, am besten mit Leben füllt.
Am besten lebt, wer am meisten lebt, nicht wer am meisten kauft.
Wie bei der Entwicklung von Viagra, das ursrünglich als Medikament zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie entwickelt wurde, macht man nun beim Arzneistoff Flibanserin ebenfalls eine Nebenwirkung zur Hauptwirkung.


Ein Antidepressivum?
Flibanserin erinnert in seiner Struktur eher an ein 5-HT Antagonisten und tatsächlich, die Substanz wurde ursprünglich als Antidepressivum entwickelt. In den klinischen Studien zeigte der Wirkstoff aber praktisch keine antidepressiven Eigenschaften. Aber die Tatsache, dass viele Frauen das Medikament am Ende der Studie noch weiter einnehmen wollten, machte die Studienleiter stutzig.
Erhöhte Pillen-Retention bei Studienende festgestellt!
Die Probandinnen hatten bei der anschliessenden Befragung angegeben, dass sie mehr und öfters Lust auf Sex verspürten und auch öfters befriedigenden Sex hatten als ohne Flibanserin.
Die erogenste Zone der Frau: Das Gehirn
Flibanserin setzt bei den Neurotransmitter-Systemen im Gehirn an, die eine Rolle beim sexuellen Verlangen spielen. Es wirkt daher völlig anders als etwa die Potenzpille Viagra von Pfizer, die auf die Blutgefässe abzielt. Die Wirkungsweise von Viagra ist relativ simpel: Es erweitert die Blutgefässe und steigert die Blutzirkulation in den Genitalien. Dieser rein physikalische Effekt scheint für die Performance und die Lust am Sex bei Männern auszureichen.
Frauen sind komplizierter: Der Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Orgasmus ist, dass die Frauen das Gehirn beim Sex brauchen. [Sorry Männer, es ist tatsächlich so!]
Fest steht: Die Substanz Flibanserin steigert das sexuelle Verlangen – der Hersteller Boehringer Ingelheim strebt nun die Zulassung an. Der Markt für Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD) sei gross.
Man spricht schon heute vom Rosa Viagra (dem Viagra für die Frau), obwohl es nicht auf die gleiche Weise erregend wirkt wie Viagra (Sildenafil) – mangels eines tollen Namens für das Rosa Viagra. Ich schlage z.B. folgende Bezeichnung vor:
Xamboga (von Sanskrit संभोग, Sambhoga = sexuelles Geniessen)
oder
Madagra (von Sanskrit मद, mada = sexuelles Verlangen)
(BTW: ähnlich wie beim maskulinen Pendant Viagra von Sanskrit व्याग्र, vyaagra = Tiger)
Statistik ist nicht alles
Übrigens wurden bereit 1400 Frauen in Nordamerika über zwei Jahre entweder mit Flibanserin oder einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt. Vor Beginn der Tests hatten die Frauen im Mittel 2,8 befriedigende Sexualkontakte im Monat. Nahmen sie Flibanserin ein, stiegen diese auf 4,5, unter Placebo immerhin auf 3,7.
Keine bedeutsamen Zahlen, könnte man denken. Witzig dabei waren aber die vielen positiven Tagebucheinträge zu Lust, Lustempfinden, Geilheit, Sex etc. Das ist bedeutsam.
Übrigens: Ich behaupte NIE MEHR, ich hätte zuwenig Sex, nach Studium obiger Zahlen. Unser Jahresziel (1x/Tag) zieht sich hartnäckig durchs 2009.
Keine Lust = Krank?
Zu geringes sexuelles Verlangen ist in der heutigen Zeit eine eine Störung. Für eine Frau eine erhebliche Belastung. Die Ergebnisse zu Flibanserin belegten, dass man „aufregende Fortschritte“ bei der sexuellen Gesundheit (!) der Frau gemacht habe.
Kann man aber auch anders sehen: Ist das ev. nicht einfach wieder eine Störungen die regelrecht erfunden wurde, um neue Märkte für Medikamente zu erschliessen? Ist die weibliche Libidostörung nicht einfach übertrieben?
Klar, das Medikament löst nicht die oft komplizierten seelischen oder sozialen Probleme, die sexuellen Störungen bei der Frau zugrunde liegen, etwa Stress oder ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper.
Alternative
Statt neue Pillen zu erfinden, hilft vielleicht auch dies bei Unlust: Man sollte Frauen zuhören, die Probleme haben.
Jedoch finde ich, dass sich Frauen nach ein bisschen wildem Sex bedeutend konkreter ausdrücken können
Ergänzung I : Ich habe zugehört. Und – Nicht wenige Frauen wünschen sich das Rosa Viagra! Möglichst rasch!
Ergänzung II : Eine Zulassung von Xamboga wäre in 18 Monaten möglich. BI bestätigte diese Frist aber bisher nicht.
3 Fragen, die im Leben mit JA beantwortet werden sollen:
Nimm dir die Zeit einen Augenblick darüber nachzudenken…
via kreide

Ich frage mich, ob es eine gute Idee wäre, wenn jeder genau soviel verdienen würde, was er auch tatsächlich leistet. Es gibt an jedem Arbeitsplatz Menschen die sind unglaublich fleissig und Menschen die sind eher faul. In der gleichen Funktionsstufe verdienen sie wahrscheinlich ungefähr dasselbe. Ist das fair?
Praktisch wird diese Idee der fairen Entlöhnung daran scheitern, dass man den Mitarbeitern natürlich nicht in die Köpfe schauen kann und Leistung ist ja nicht nur, was einer macht, kann, weiss und tut. Leistung hat auch damit zu tun, aus welchen familiären Verhältnissen wir kommen und was wir für Ausbildungschancen mitbekommen haben.
Was wäre, wenn die Besten wirklich am meisten und die Schlechtesten am wenigsten verdienen würden? Wie Perikles schon sagte: Beurteile die Menschen nicht nach seiner Herkunft, sondern nach seiner Leistung.
Die unglaublich fleissigen Mitarbeiter würden sich natürlich freuen und sagen, sie hätten es ja gleich gesagt, dass sie die Tüchtigsten sind: Wir sind die neue Elite! Sie würden sich wahrscheinlich sehr wohl fühlen, aber mit der Zeit unerträglich arrogant werden.
Die Schlechtesten würden zu sich sagen müssen, dass sie mit Recht am unteren Ende der Skala stehen, dass sie einfach nicht besser sind und deshalb auch nur wenig Lohn erhalten. Sie haben nicht mehr verdient.
Es wäre vielleicht gerecht und fair, für eine kurze Zeit. Doch ist das nicht ein gefährlicher Anschlag auf das Selbstbewusstsein? Wäre es deshalb für unsere Gesellschaft wirklich gut, wenn jeder das verdienen würde was er wirklich verdient?
Es wäre wohl eine Katastrope!
Ich glaube, es ist enorm wichtig, dass wir uns Illusionen machen können. Jeder sollte de Illusion haben dürfen, dass er eigentlich viel mehr wert ist, als das, was er verdient. Für unser Selbstbewusstsein! Um unser Selbstbild zu zeichnen, brauchen wir möglicherweise nur ein bisschen Wahrheit. Die Illusionen sind ebenso wichtig oder sogar noch wichtiger.
Leistungsbeurteilungen sind weder motivierend noch sind sie im people management sinnvoll. Sie sind oft kontraproduktiv und es ist in fast allen Fällen eine personalpolitische Farce. Niemand sollte genau wissen dürfen, was er leistet.